Archiv der Kategorie '25 - August '12'

Heilige Tage im Herzen eines Vulkanos.

Nun kehrte ich zum dritten Male nach Bali zurück und wusste schon so langsam sitzt mir die Zeit im Nacken. Um meinen Nacken etwas zu entspannen massierte ich meine Seele mit Gesichtern und Orten die ich bereits kannte um zur Abwechslung neues mit vertrauten Leuten zu erleben und mich grundsätzlich in Faulheit zu üben. Nach einer durchgezechten Nacht am Strand unterm Sternenhimmel mit Ronald meinem ersten Couchsurfer in Indonesien und seinen Freunden saß ich hochmotiviert in der aufgehenden Morgensonne und wollte möglichst schnell wieder raus aus Bali um noch was eindrucksvolles in Java oder auf dem Weg nach Jakarta zu machen. Noch am gleichen Tag setzte ich meine Besuchsreihe fort und versackte sofort wieder auf der Couch von Koko einem anderen Freund aus den ersten Tagen. Koko machte mich darauf aufmerksam, dass der Ramadan (die einmonatige Fastenzeit für Muslime) bald vorbei sein würde und ich kein Ticket mehr nach Jakarta bekommen würde. Züge und Busse waren ausgebucht, Kriegsschiffe von der Regierung gechartert um Millionen auf ihrem Weg zu ihrem Zuhause zu helfen.

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Wie die Sonne über den Wolken auf dem Vulkan wohl schmeckt?

Nach der Bootstour brauchte ich wieder einiges an Bewegung und die sollte ich in Lombok bekommen, während ich den zweithöchsten Vulkan Indonesiens mit seinen 3726m bestieg. Gunung Rinjani darf allerdings per Gesetz als Tourist nicht allein ohne einen Fremdenführer (Guide) bestiegen werden. Ärgerlich aber mit ein bischen Einsatz war ich bei einem aktzeptablen Preis von 20$ pro Tag ankommen. Für drei Tage war ich gleich wieder in einer Gruppe unterwegs und es waren drei hammeranstrengende Tage. Schon am ersten Tag wird bis zum Krater geklettert, den wir erst am späten Nachmittag erreichten. Der Vulkan überschattete von diesem Moment an alles mit seiner Prächtigkeit und die zerklüftete Spitze wurde von uns allen noch etwas ungläubig angeschaut. Der Ausblick über den Pazifik war grandios. Wir standen über einem Wolkenmeer und hatten immer wieder die kleine Inselgruppe Gilis, sowie Bali mit seinem perfekt konisch aussehenden Vulkan im Blick. Getoppt mit einem perfekten Sonnenuntergang und überwältigenden Farben konnten wir uns nur auf den nächsten Tag freuen.

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Mit Kaffee im Wok zur Dracheninsel.

Schon nach wenigen Tagen (ca. 2 Wochen) machte ich mich wieder auf den Weg nach Flores. Dieses Mal allerdings zur Stadt Laban Bajo, die ganz im Westen der Insel liegt. Zwischen Flores im Osten und der Nachbarinsel Sumbawa im Westen liegt der Komodo National Park. Ohne Frage eine riesige Attraktion wenn es um Flora und Fauna in Indonesien geht. Der National Park ist nicht nur das Zuhause der sogenannten Komodo Drachen, riesige Reptilien die auch schon den einen oder anderen Menschen gerissen haben, sondern ist auch ein Paradis für Taucher. Mit Korallenriffen die vom maritimen Leben so dicht und so vielfältig besiedelt sind wie ich und du es uns nur vorstellen können und zur Krönung des Ganzen kommt noch son gigantischer Mantarochen vorbeigesegelt.

Die Fauna zeichnet sich besonders durch die vielen kleinen Inseln aus. Es ist trockens Klima und die Inseln haben keine Regenwälder, dafür Vulkanseen, Strände und dieses superklare, azurblaue Wasser … herrlich!

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Jesus und die Wasserbüffel.

Nach der 18 stündigen Schiffsfahrt ohne Schlaf bekam ich in Makassar die Müdigkeit wie einen Stock ins Genick geschlagen. Ein weiterer Umstand gestaltete unsere Ankunft in der ohnehin unattraktiven Großstadt schwierig. Wir hatten Hunger und es war der erste Morgen des für einen Monat gehaltenen Ramadan. Ein muslimischer Brauch der es den Muslimen untersagt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu essen. Damit soll derer erinnert werden die Hunger als ständigen Begleiter an ihrer Seite haben. Im Klartext: Es gibt kein zubereitetes Essen in der gesamten Stadt! Es wird gefastet bis Sonnenuntergang! Das war sowohl mir als auf Christopher viel zu stressig und überhaupt fühlten wir uns wie Urlaub. Da beschlossen wir spontan den Plan einfach an den Strand zu fahren und n bischen zu chillen.

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