Archiv der Kategorie '28 - November '12'

Im Haus auf dem Feld.

In Mandaly der ehemaligen Hauptstadt der Herrscherfamilie des 19. Jahunderts in Myanmar anzukommen, weckte noch einmal die vielen Eindrücke aus Yangon in mir und Christopher. Auch in der zweitgrößten Stadt des Landes war es überfüllt und viel zu laut, gleichzeitig chaotisch und unbeschreibbar dreckig. Zudem kamen wir mit einem richtigen Luxusbus in die Stadt (Touristen durften die günstigen Tickets nicht kaufen), welcher sogleich von hilfsbereiten, geiernden Touts umkreist wurde, die sich jeden Handgriff am Ende des Tages hoch bezahlen lassen würden. In genau diesem Moment spaltete sich die Gruppe der Touristen welche im Urlaub sind, Geld haben und sich auf diese schmierigen Helfer einlassen und Weltenbummler – wie uns die sich schnell von der Masse entfehrnen, zur Hauptstraße laufen, ein billiges Massentaxi nehmen und auf einer Ladefläche neben einem unbequemen Haufen Steinen, lächelnden Burmesen und indischen Mönchen sitzenend in die revoltierende Stadt reiten, rumlaufen und ein billiges Hotelzimmer ohne eigenes Bad abgreifen.

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Myanmar ist Zeitreisen

Ein Land von dem mir wenig bekannt war. Außer das eine äußert bekannte Friedens Nobel Preis Gewinnerin namens Aung Sang Kchie gegen eine ganze Regierung von ausgemachten Diktatoren antrat, welche das Land für Jahrzehnte isolierten und in extrem rückständiger Armut hielten, um überraschend am Ende den Sieg davon zu tragen. Ein wenig Schwarz Weiß gezeichnet kommt es der Wahrheit recht nahe. Mit meiner Ankunft in Myanmar sollte ich viel mehr über dieses Land erfahren und dieser politische Machtkampf begann einen menschlichen Kontext zu bekommen.

Aus Bangkok kommend wirkte die Hauptstadt merkwürdig klein, sogar überschaubar und dennoch zu beschäftigt und unglaublich dreckig, ranzig, abstoßend eklig. Aus jeder Ecke konnte feeine Ratte schlüpfen über einen Haufen halbverwesten Müll flitzen und zwischen den kleinen Feuern aus brennenden Plastik verschwinden. Menschen spuckten ohne unterlass auf die Straße, es wurde viel Beatelnut konsumiert, die Gebäude, Straßen und Gehwege wurden wahrscheinlich errichtet und sofort ihrem natürlichen Zerfall überlassen.

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