Archiv der Kategorie '33 - Dezember '16'

Einmal Zeitgefühl mit Philosophie und nem Schuss UNESCO bitte!

Moin moin und Salamnu,

es ist doch schon immer wieder erstaunlich. Nun bin ich seit fünf Wochen hier und erlebe so viele intensive Momente, so viel passiert in so kurzer Zeit, dass sich mein Gespür für Zeit völlig neu orientieren muss. Ein passender Vergleich wäre eine Situation in der du auf etwas wartest. Völlig egal was, nur hast du keine Möglichkeit dich abzulenken. Du wartest also ohne eine Uhr oder etwas zu lesen für einige Stunden bis endlich was passiert. Mir kommt solch ein Warten jedes Mal unerträglich lange vor. Mein Zeitgefühl scheint mir dann vorzugeben, ich würde schon stundenlang unbewegt hier auf diesem Fleck sitzen. Dieses bewusste Erleben von Zeit ist für mich extrem selten und dann meist auch wenig angenehm.

Auf Reisen stellt sich hingegen für mich eine ganz andere Art der Wahrnehmung für Zeit ein. Den wichtigsten Anteil daran hat für mich die Unbeständigkeit.
(mehr…)

Reisen als Wissenschaftler. Teil V: Urlaub in wüstenrot.

Der nördlichste Teil Äthiopiens, Tigray genannt, erschloss sich mir langsam unter Beobachtung der sich wandelnden Farben. Alles schien sich lansam einem wüstenähnlichen Rot zu unterwerfen. Da waren auf einmal Berge, Klöster in den Bergen und weite Fläche die von dieser Farbe völlig vereinnahmt wurden. Hier und da kommt ein grüner Tupfer Baum dazu oder eine Linie hell reflektierenden Wassers.

(mehr…)

Reisen als Wissenschaftler. Teil IV: Das Leben ist ein Berg

Nur ein paar Tage verbleiben wir mit unserer Forschungstruppe im nördlichsten Teil Äthiopiens. Tigray ist eine Gegend in der es zu dieser Jahreszeit vor allem zwei Dinge gibt die die Landschaft kennzeichnen: braune, trockene, abgerntete Felder und dramatische Bergformationen. Und beides gehört dank einer speziellen Bauweise der Felder, dem aus dem Süden des Landes importierten Terassenbau, auch zusammen. Die Menschen haben hier zum Teil ganze Berggipfel in Felder verwandelt.

(mehr…)