Archiv der Kategorie '34 - Januar '17'

Die Sonnenseiten Südafrikas

Nach den ersten Tagen in Cape Town machte ich mich auf um die Sonnenseiten des Reisens in Südafrika kennenzulernen. Bereits die ersten Minuten nachdem ich aus dem Bus stieg welcher mich aus der Stadt fuhr eröffneten ein Spiel von Licht und Schatten. Der Bus hielt nämlich nicht in einer Stadt von der aus es möglich wäre andere Busse zu finden, sondern mitten in der Halbwüste an einer Tankstelle; mehere Kilometer vom nächsten Ort entfehrnt. Die Annahme lautet, dass selbst Menschen die mit dem Bus reisen wollen über einen Möglichkeit verfügen mit dem Auto diesen auch zu erreichen. Die 35 Grad im Schatten ergaben zusammen mit den Unmengen an Sand und Sträuchern ein eher düsteres Bild, bis ich nur eine Minute später die erstbeste Person fragte wie ich hier wieder wegkommen könnte. Ein Lächeln und schon geht die Sonne in meinem Kopf auf, denn Sekunden später sitze ich in einem Auto mit einem Haufen Töpfe und zwei Menschen die genau da hin wollen wo ich hin will: Montegu.

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Die Schattenseiten Südafrikas

Meine Ankunft in Südafrika lässt sich ganz gut als umgekehrten Kulturschock beschreiben. Aus dem Flughafen nahm ich den Bus in eine Gegend von Cape Town die überwiegend von den Superreichen bewohnt wird: Camps Bay. War ich vor 24 Stunden noch in einer Stadt in der schon ein vielstöckiges Gebäude Luxus und Reichtum ausstrahlt, stieg ich nun in einer Gegend aus die mich an die hamburger Außenalster erinnerte. Dekadente Villen, überteuerte Autos, schnicker Rasen, elektrischer Stacheldraht, dazu ein dunkelblauer Ozean, Sandstrand und im Hintergrund ein Demut gebietender und Erfurcht einflößender Table Mountain. Ich konnte den Kontrast zur überfüllten, grauen, unfertigen und toxischen Hauptstadt Äthiopiens gar nicht fassen. Ich beführchtete schon der Couchsurfer mit dem ich verabredet war würde in einem Schloss leben. Das war glücklicherweise nicht der Fall, Markus teilt sich das Zwei-Zimmer Appartment mit noch drei weiteren wundervollen Menschen und ist ganz und gar nicht der Schnösel. In den paar Tagen die ich zu Besuch war haben wir ausgiebig gechillt, gekocht, diskutiert, sind auf den wunderschönen Table Mountain geklettert und uns dafür ordentlich bei nem Braai (Grillabend) gefeiert.

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Von ruhigen Stränden, pinken Stürmen, heiligen Vulkanen & weinachtlichen Irrstädten

Meine letzten Wochen in Ethiopien hab ich damit verbracht mal wieder so richtig ins Reisegefühl einzusteigen. Also erstmal an den Strand des einzigen badetauglichen Sees Ethiopiens (Lake Langano) fahren, die Hängematte aufspannen und die Seele baumeln lassen. Es ist erstaunlich wie viel ich in den Tagen nach der ganzen Aufregung schlafen konnte. Die Starkstromspannung der Ereignisse war praktisch seit September mit Beginn der Schreibphase an der Bachelorarbeit an mich angelegt. Wissenschaftlich zu arbeiten hat auch nicht dazu beigetragen mal gründlich zu entspannen und reflektieren. Daher hab ich es sehr genossen mal allein zu sein, schwimmen, schlafen, wandern, die Gedanken treiben lassen.

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