Reisen als Wissenschaftler. Teil V: Urlaub in wüstenrot.

Der nördlichste Teil Äthiopiens, Tigray genannt, erschloss sich mir langsam unter Beobachtung der sich wandelnden Farben. Alles schien sich lansam einem wüstenähnlichen Rot zu unterwerfen. Da waren auf einmal Berge, Klöster in den Bergen und weite Fläche die von dieser Farbe völlig vereinnahmt wurden. Hier und da kommt ein grüner Tupfer Baum dazu oder eine Linie hell reflektierenden Wassers.

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Reisen als Wissenschaftler. Teil IV: Das Leben ist ein Berg

Nur ein paar Tage verbleiben wir mit unserer Forschungstruppe im nördlichsten Teil Äthiopiens. Tigray ist eine Gegend in der es zu dieser Jahreszeit vor allem zwei Dinge gibt die die Landschaft kennzeichnen: braune, trockene, abgerntete Felder und dramatische Bergformationen. Und beides gehört dank einer speziellen Bauweise der Felder, dem aus dem Süden des Landes importierten Terassenbau, auch zusammen. Die Menschen haben hier zum Teil ganze Berggipfel in Felder verwandelt.

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Reisen als Wissenschaftler. Teil III: Wasser ist Leben und Leben Bewegung, also tanz!

Die für mich angenehmste Stadt des Landes eröffnete sich langsam für mich während wir mit dem Auto an so viel Grün vorbeifuhren, das ich dachte es müsste auch einer der wohlhabensten Orte sein. Eine Ahnnahme die ich zwar nie bestätigen konnte aber es gab es an jeder Ecke Saftläden mit frischen Obst jeder colour: Orangen, Ananas, Mango, Papaya, Avocado und noch n Haufen mehr. Für mich ein eindeutiges Zeichen von Reichtum. Getoppt wurde dies nur noch durch die Präsenz von etwas das ich wohl schon begonnen hatte zu vermissen ohne es so richtig zu ahnen. Der grösste See Äthiopiens bei dem Namen Lake Tana. Der Ahnblick der Wellen und die frische Brise ging direkt in meine Seele ein und macht die Stadt für mich zu was ganz besonderem.

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Reisen als Wissenschaftler. Teil II: Wie der Nil Berge baut

Endlich! Endlich verlassen wir Addis, die riesige, anschrengende Hauptstadt des Landes. Meine Lunge frohlockt und sämtliche Mitglieder der Reisegesellschaft sind gespannt auf die kommenden Tage in denen wir eine kleine Rundreise unternehmen werden. Denn die Kompassnadel steht mal wieder auf Norden und als Nordlichter wissen wir, das kann nur Gutes bedeuten!

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Reisen als Wissenschaftler. Teil I: Heilige Berge, Heilige Waelder – alles heilig!

Die Reise unserer kleinen Wissenschaftstruppe begann noch in Addis Abeba, der vier Millionen einwohnerstarken Hauptstadt Ethiopiens. Wir mussten uns mit dem Auto dafür zuerst durch die gnadenlos vollen und von wiederlichen Dieselschwaden verdreckten Strassenverkehr kämpfen um dann langsam den nächstgelegenen Berg zu erklimmen. Während wir langsam die Strasse hinauffuhren kamen uns Frauen mit enorm grossen Bündeln aus Eukalytuszweigen und Blättern entgegen. Diese werden auf dem Berg gesammelt und dann zum Verkauf als Brennmaterial in die Stadt gebracht. Und die Bündel sind offensichtlich brutal schwer.

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Erste Eindrücke aus Äthiopien

Moin moin,
schon über eine Woche bin ich nun auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs! Entschuldigt bitte das ich mich erst jetzt nach so langer Zeit melde, daher gleich das Wichtigste zuerst:
Mir geht es hier in Äthiopien sehr gut, ich bin gesund und sehr froh hier zu sein. Es gab bisher keine bedrohlichen Situationen im Zusammenhang mit dem politischen Ausnahmezustand. Es gibt also absolut keinen Anlass sich Sorgen zu machen.

Doch nun zu dem was ich so in den letzten Tagen erleben durfte…
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Stell dir vor …

… eines Tages wuerde es in Europa ein riesiges Fest geben. Das groesste Fest das du dir nur ueberhaupt vorstellen kannst. Mit so vielen Besuchern das die Zahlen einfach unglaublich klingen, verrueckt oder sogar gefaehrlich. Wie waers mit 100 Millionen ueber einen Zeitraum von 55 Tagen? Und mit 30 Millionen Besuchern am 10. Februar? Und sagen wir mal alle diese Menschen kommen nach Hamburg und damit es nicht langweilig wird, springen sie alle in die Elbe.

Vertausche Europa mit Indien und Hamburg mit Allahabad und du wirst sehen wie „stell dir vor“ woanders Realitaet ist. Das Fest ist natuerlich nicht ein beliebiges. Sondern geht es am 10. Februar 2013 auf der „Kumbh Mela“ um nicht weniger als die ewige Erloesung von der eignen Existens. Zumindest im Hinduismus. Und der Sprung in den Ganges, dem heiligsten Gewaesser Indiens, ist der Schluessel.
Um euch einen kleinen Eindruck davon zu geben wie viele Menschen das nun wirklich sind musst du dir einfach vorstellen wie jeder Einwohner aus London, Berlin, Madrid, Rom, Paris, Wien, Budapest, Hamburg, Warschau, Barcelona und Muenchen sich aufmacht und gleichzeitig fuer einen Tag an einem Ort zusammenkommen – gar nicht so schwer oder?

Sich eine derartige Zusammenkunft vorzustellen ist praktisch unmoeglich, eine zu erleben eine Erfahrung die jenseits der Wahrnehmung liegt. Eines der groessten und extremsten Abenteuer die ich in Indien erlebt habe. Und nun Manege frei, sei gespannt und stell dir vor … du waerst dabei:

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Reise zwischen den Realitäten.

Ich blieb nicht lange Chennai, eine Stadt die zumindestens auf meinen ersten ungeübten Blick chaotischer und hässlicher aussah als unbedingt nötig. Stattdessen fuhr ich mit einem Regionalzug nach Vellore, nur wenige Stunden entfehrnt aber weit genug um der Stadt und ihrem mörderischen Lärm und Gewusel zu entkommen

Vellore ist kein Touristenort. Das Hotelzimmer war sehr günstig aber ich musste mich aus unerfassbaren Gründen bei der Polizeistation registrieren lassen. Die Straße hinunter zu spazieren bedeutete sehr viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch das störte mich mittlerweile nicht mehr und sowieso hatte ich mit meiner Haut- und Haarfarbe das Glück nicht extrem anders auszusehen.

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Was ich so in Zügen erlebe …

Nach einigen sehr angenehmen Tagen in Kolkatta bei meiner Couchsurferin Henna war es an der Zeit die schützende, kleine neue Heimat zu verlassen und einen anderen Teil Indiens einen Besuch abzustatten.
Auf dem Ticket stand der 05. Jan 13, 07:30 Uhr am Morgen als Abfahrtszeit. Ich würde vorraussichtlich 28 Stunden unterwegs sein und von Kolkatta im Nordosten des Landes in den Südosten nach Chennai fahren. 1700km entlang der Ostküste Indiens in einen völlig anderen Teil des Subkontinents und wieder ein ganz neues Indien.

Natürlich bleibt eine gewisse Grundvertrautheit die ich mir in den letzten Tagen aneignen konnte doch trotzdem war der südlichste Staat Indiens, Tamil Nadu als Alleinreisender, besonders in den ersten paar Tagen, eine ganz schöne Herrausforderung. Zuerst möchte ich allerdings von meiner Zugfahrt epischen Ausmaßes erzählen, die ich euch als typisch indisches Abenteuer nicht vorenthalten möchte.

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Übergang der Welten – auf nach Indien!

Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und ich sitze im Flugzeug. Meinen heiligen Abend hatte ich mit Couchsurfern und Reisenden aus aller Welt in Bangkok verbracht. Das war sehr entspannt und lustig. Doch nun bin ich etwas nervös. Ewigkeiten ist es her, ich kann mich nicht mehr unter Kontrolle halten – bin zu aufgeregt. Neugier aber auch eine gewisse Unruhe und Ungewissheit hat meinen Gefühlskosmos erobert. In wenigen Stunden werde ich in einem Land sein über das ich schon alles gehört habe. Von der flammenden Liebeserklärung bis zum vernichtenden Plädoyer der Verachtung: Indien.

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